Karneval – So feiert die Welt

Karnevalsumzüge, Masken, Musik und das Verkleiden spielen eine große Rolle beim Karneval! Doch jedes Land hat seine eigene Art die närrische Zeit zu feiern.

Karneval in Deutschland:

Bereits letztes Jahr, am 11.11. um 11:11 Uhr und 11 Sekunden, war es wieder soweit…

Die fünfte Jahreszeit wurde eingeläutet! Die Rede ist natürlich vom Karneval, auch bekannt als Fastnacht oder Fasching. In Deutschland wird fast überall Karneval gut und gerne gefeiert!

Schon am 11.11. beginnt die Zeit des Karnevals mit lustigen Festen auf sogenannte „Sitzungen“. Richtig gefeiert, wird aber erst im Frühjahr . Fast eine Woche lang sieht man verkleidete Menschen auf der Straße oder bei Festen. Höhepunkt ist ein langer Zug mit vielen bunten Wagen und verkleideten Menschen am Rosenmontag.

Am Aschermittwoch ist alles vorbei. Jetzt beginnt die 40 tägige Fastenzeit als Vorbereitung auf das Osterfest.

„Maslentisa“ in Russland:

Auch in Russland feiern die Menschen Karneval. Dort nennt sich das Fest in der Fastnachtswoche „Maslenitsa“, was übersetzt so viel wie „Butterwoche“ bedeutet. In vergangenen Zeiten kamen an diesen Tagen hauptsächlich Milchprodukte auf den Tisch.

Doch auch heute noch werden auf Jahrmärkten sieben Tage lang heiße Pfannkuchen, die sogenannten „Blini“ gereicht.

Hinzu kommen Honig, Kaviar und Wodka. Zu russischer Volksmusik feiern die Einwohner und messen sich in sportlichen Wettkämpfen. Sie klettern etwa an Pfählen um die Wette oder kämpfen mit gepolsterten Handschuhen.

Höhepunkt der Feierlichkeiten bildet der Sonntag, der den Namen „Tag der Vergebung“ trägt. An diesem Tag bitten gläubige Menschen um Entschuldigung und verzeihen einander. Kinder basteln eine große Maslenitsa-Puppe, die geschminkt und geschmückt wird. Sie symbolisiert den Winter und wird in Vorfreude auf den kommenden Frühling am Ende der Woche verbrannt.

„Woche der sieben fetten Tage“ in den USA:

Eine der bekanntesten Traditionen ist „Mardi Gras“ in den USA. Die Bezeichnung stammt aus dem Französischen und hat einen religiösen Ursprung. Bevor die Christen vor Ostern in die 40-tägige Fastenzeit übergingen, war es wichtig noch einmal Kräfte zu sammeln. Diese Zeit nannten sie „Woche der sieben fetten Tage“. Hier wurden zur Vorbereitung nochmal viele „fette Nahrungsmittel“ verzehrt.

Inzwischen wird der Begriff in den USA für alle Faschingsfeste verwendet, die zwischen dem 11. November und Aschermittwoch stattfinden.  So ist vor allem New Orleans für solche Feste bekannt. Dort werden bunte Perlenketten aus Plastik oder Münzen von den Umzugswagen in die Mengen geworfen.

Traditionell wird ein Königskuchen („King Cake“) mit Kaffee, Zimt, Beeren und Sahne gegessen. In vielen Kuchen ist eine kleine Figur versteckt. Wer diese in seinem Kuchenstück findet, muss für den nächsten Tag den Kuchen kaufen.

Karneval in Italien:

Beim Karneval in Italien zeigt sich die Stadt Ivrea als eine Hochburg der komischen Bräuche. Dort kommt es alljährlich zu einer traditionellen Orangenschlacht.

Der historische Karneval in Venedig „Carnevale di Venezia“ ist berühmt für seine prunkvollen Masken, Tierkämpfe, Herkulesspiele und Feuerwerke. Er beginnt am 26. Dezember und geht bis Aschermittwoch. Auch in Florenz und Rom feiert man den Karneval ausgiebig.

Karneval in England:

In einem Stadtteil Londons, feiert man ebenfalls ausgelassen Karneval. Anders als zum Beispiel in Deutschland wird der Karneval aber erst am letzten Wochenende im August gefeiert.

Sage und schreibe 1,5 Millionen Menschen zieht es jedes Jahr an diesem Wochenende nach Notting Hill.  Damit ist der Karneval in Notting Hill eine der größten Massenveranstaltungen in Europa! Die Feier ist dabei sehr von der afro-karibischen Kultur geprägt. Viele Einwanderer aus der Karibik und aus Afrika nehmen an diesem Fest aktiv teil. Der Höhepunkt des Festes ist eine fünf Kilometer lange Straßenparade.

„Bataille de fleurs“ in Frankreich:

Frankreich ist für Vieles bekannt, nur nicht für seine Karnevalsfeiern, die eher ruhig ausfallen.

Dies hat auch historische Gründe: Napoleon verbot das Feiern des Karnevals mit der Begründung, das Fest sei ein zu großer Unruheherd.

Nizza stellt dennoch eine Ausnahme dar. Beliebt und bekannt ist v. a. die „Bataille de fleurs“. Hierbei handelt es sich um eine „Blumenschlacht“, bei der Feiernde von Umzugswagen tausende von Blumen in die jubelnde Menge werfen.

Karneval in Brasilien:

Der Karneval in Rio de Janeiro beginnt offiziell am Freitag vor Aschermittwoch und ist eine der Hauptattraktionen der Stadt. Die vielfarbige Parade der Sambaschulen gehört zu den größten Festen der Welt.

Jede „Escola de Samba“ wählt jährlich ein bestimmtes Thema aus. Entsprechend werden dann die Festwagen und die Kostüme entworfen. Anschließend werden Einzelheiten, wie Rhythmus, Choreographie, Präsentation, Zusammenspiel der Gruppe etc., abgestimmt.

Die meisten der prächtig kostümierten Könige, Königinnen, haben das ganze Jahr über hart gearbeitet, um sich die Kostüme leisten zu können, die sie hier für nur wenige Stunden tragen.

Auch Lust bekommen Karneval mal in einem anderen Land zu verbringen und neue Traditionen kennenzulernen? Dies lässt sich auch gut mit einem Sprachkurs im Ausland kombinieren 😉 Weitere Informationen findet ihr auf unserer Kolumbus Sprachreisen Seite.

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