Japanisch: Hiragana - 46 Kanas

Welche Japanische Schrift soll ich lernen?

Japanisch ist eine „hippe“ Sprache. Immer häufiger hört man, dass jemand eine exotischere Sprache lernen möchte und die Wahl fällt tatsächlich vermehrt auf Japanisch. Neben vielen beruflichen Vorteilen, die es mit sich bringt, wenn man Japanisch beherrscht (über 1.000 japanische Unternehmen in Deutschland sprechen für sich), ist diese Sprache auch einfacher zu lernen, als beispielsweise Chinesisch oder Thai. Bei diesen beiden Sprachen handelt es sich um Tonsprachen. Bei Änderung der Tonhöhe oder des Tonverlaufs kann sich nämlich auch die Bedeutung des Wortes verändern. Dies ist bei Japanisch nicht der Fall. Die Sprache wird so gesprochen, wie sie geschrieben wird.

Natürlich ist es nie einfach eine neue Sprache zu lernen, aber man sollte sich auf die positiven Aspekte konzentrieren. Trotzdem benötigt man viel Ausdauer zum Erlernen einer neuen Fremdsprache. Wer bereits Vorkenntnisse hat, lässt sich davon nicht beirren und startet gerne in das Abenteuer Japan. Die, die allerdings noch keine Vorkenntnisse haben, könnten noch etwas mehr Respekt vor diesem Schritt haben. Da kommt noch hinzu, dass selbst für den Anfängerkurs das Können des Hiragana Systems vorausgesetzt wird. Dies soll in nur wenigen Tagen erlernbar sein. So haben es unsere Kollegen aus Japan uns mitgeteilt und so geben wir es an euch weiter. Aber stimmt dies wirklich? Ich habe es für euch getestet! So muss ich euch nicht nur Informationen weitergeben, die ich erzählt bekomme, sondern weiß wirklich, wovon ich rede und kann euch bestenfalls noch Tipps geben kann.

Was ist Hiragana?

Wenn ihr noch keine Japanisch Vorkenntnisse haben solltet, fragt ihr euch jetzt vielleicht: „Was ist denn Hiragana?“. Um dies zu beantworten, müssen wir uns das japanische Schriftbild etwas genauer betrachten. Die Schrift setzt sich aus mehreren, um genau zu sein drei, Schriftsystemen zusammen. Aus dem Hiragana, dem Katakana und dem Kanji. Das Hiragana sowie das Katakana sind Silbenschriften. Ein Zeichen benennt also eine Silbe und nicht einen Buchstaben wie in unserer Alphabetschrift. Klingt erst mal kompliziert, ist es aber nicht. Es gibt beispielsweise ein Symbol für ka, ein Symbol für tsu etc. Aber a,e,i,o,u haben ebenfalls nur ein Zeichen wie bei uns. Es gibt insgesamt 46 Silben im Hiragana und weitere 58 zusammengesetzte Zeichen, die sich noch mal deutlich einfacher lernen lassen.

Japanisch: Hiragana - 58 weitere Kanas

Wer Japanisch lernen möchte und noch ganz am Anfang steht, sollte damit beginnen, das Hiragana zu lernen. Es bringt nichts die Japanischen Wörter zunächst auf Romaji (unserer Lateinischen Schrift) zu lesen. Im Nachhinein fällt einem das Erlernen nur noch schwerer, als wenn man von Anfang an konsequent das Hiragana (und dann nach und nach auch das Katakana und Kanji) benutzt.

Wie viel Zeit benötigt man um Hiragana zu lernen?

Ich habe mir also vorgenommen, das Hiragana zu lernen und war anfangs äußerst skeptisch, dass dies so schnell möglich sein soll. Eine typische Reihe des Hirganas (K-Reihe, R-Reihe etc.) besteht aus fünf Kanas. Also habe ich mir für den Anfang überlegt, eine Reihe pro Tag zu lernen. Da ich nicht unter Zeitdruck stand und mir die Symbole anfangs wie Hieroglyphen vorkamen, nahm ich mir dies nicht für jeden Tag in der Woche vor, sondern wollte mindestens einen Tag pro Woche lernen. So lernte ich die erste Woche die Vokale (a,e,i,o,u), in der zweiten Woche die K-Reihe (ka,ke,ki,ko,ku) und in der dritten Woche die S-Reihe (sa,se,chi,so,su). Da hatte es mich aber auch schon gepackt! Das Lernen ging in der dritten Woche schon leichter von der Hand und ich wollte mich nicht mit den fünf neuen Kanas zufrieden geben, sondern mehr lernen. Also schaute ich mir zehn weitere Kanas an. Am nächsten Tag wollte ich auch nicht wieder eine Woche warten, sondern lernte weitere 15 Kanas. So ging es die nächsten Tage weiter und ich lernte das restliche Hiragana in nur wenigen Tagen.

Es stimmt also was unsere Kollegen in Japan erzählen. Es ist möglich, das Hiragana in wenigen Tagen zu lernen. Bei mir hatte es insgesamt zwar 3 ½ Wochen gedauert, aber hätte ich von Anfang an mehr gelernt, wäre es auch wesentlich schneller möglich gewesen. Wobei ich als Tipp geben kann, dass man sich gerade am Anfang nicht dazu zwingen sollte, mehr zu lernen, wenn es einem noch zu schwer vorkommt. Es wird nach den ersten 10-15 Kanas automatisch etwas leichter. Wenn ihr also den Luxus habt, dass ihr euch etwas Zeit lassen könnt, nehmt euch diese Zeit und lernt in eurem Tempo!

Wie lernt man am besten Hiragana?

Natürlich lernt jeder Mensch auf eine andere Weise am besten und hat seine eigenen Methoden. Aber vielleicht kann ich euch mit meinen Tipps trotzdem etwas weiterhelfen.

Ich habe mir zunächst die einzelnen Hiraganas aus dem Internet gesucht und eine Reihe auf meinem Block geschrieben. Ich habe mich dabei etwas in die Grundschule zurückversetzt gefühlt, aber so ist es, wenn man eine neue Schrift lernt. Zunächst sahen die Zeichen noch krumm und schief aus, aber mit der Zeit wurde es immer besser. Dies half einerseits dabei die Zeichen schreiben zu lernen, andererseits konnte ich mir so das Zeichen mit der Silbe einprägen. Achtet auf jeden Fall darauf, in welcher Reihenfolge die einzelnen Striche „gezeichnet“ werden und, ob von links nach rechts, von rechts nach links, von oben nach unten… Dafür gibt es feste Regeln.

Da ich zur Arbeit pendle, nutze ich die Bahnfahrt immer ganz gerne, um etwas Sinnvolles zu tun. Also habe ich mir recht bald eine App gesucht, die mir mit dem Hiraganalernen helfen kann. Es gibt natürlich eine Vielzahl an verschiedenen Apps. Ich habe ein paar ausprobiert und am besten hat mir „Hiragana – Learn Japanese“ gefallen. Am besten fand ich, dass man auf drei verschiedene Arten abgefragt werden kann.

  1. Die Silbe wird in unserer Schrift angezeigt und man muss zwischen 4 Kanas das richtige aussuchen.
  2. Das Kana wird angezeigt und man schreibt die Silbe in unserer Schrift hin.
  3. Die Silbe wird angezeigt und man muss das Kana auf den Screen zeichnen.

Negativ an der App ist vielleicht, dass man die Kanas vorher schon ein bisschen kennen sollte und man sein Wissen hierüber verfestigt und nicht komplett neu lernt. Die App ist kostenlos und ihr könnt sie ja einfach mal ausprobieren (ich möchte hier eigentlich keine Werbung machen, aber ich glaube wirklich, dass euch diese App auch helfen kann). Es gibt die App auch für das Katakana. Die werde ich als nächstes dann mal testen. Ich mag es sehr, dass ich mithilfe der App immer mal für 15min in der Bahn lernen kann. Ich nutze sie auch jetzt noch, damit ich das Gelernte nicht wieder vergesse.

Nächstes Ziel: Katakana

Nachdem ich Hiragana eigentlich nur als Test gelernt habe, habe ich aber Lust, mehr über die japanische Sprache zu lernen und werde hier wahrscheinlich nicht stoppen. Als nächstes kommt das Katakana dran. Und es zieht mich jetzt schon nach Japan, um dort noch mehr über die Sprache und die Kultur dieses exotischen Landes zu lernen.

Habt ihr auch Lust bekommen Japanisch zu lernen und Japan zu bereisen? Wie wäre es dann mit einer Sprachreise nach Japan? Oder fangt ihr erst einmal klein an und lernt für euch Zuhause? Teilt gerne eure Geschichten über die Japanische Sprachen mit mir.

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