Förderungen für Sprachreisen – Teil 3

Nutze verschiedene Förderungen für deine Sprachreise

Vier verschiedene Förderungsmöglichkeiten habt ihr bereits kennengelernt, die euch finanziell bei eurer Reise unterstützen können. Heute stellen wir euch den Qualifizierungsscheck für Hessen und Rheinland-Pfalz sowie den Weiterbildungsscheck für Sachsen vor.

Qualifizierungsscheck Hessen

Was?

Der Qualifizierungsscheck für Hessen  bietet dir eine Ermäßigung von 50% für einen Sprachkurs. Die Höchstfördersumme liegt bei 4.000€, sodass bei Weiterbildungsmaßnahmen mit höheren Gesamtkosten als 8.000€ die Differenz selbst getragen werden müssen.
Eine gesonderte Regelung liegt vor, wenn zwischen dem Wohn- und Qualifizierungsort eine Entfernung von über 50km liegt. Dann muss zusätzlich und einmalig eine Fahrtkostenpauschale von 105€ gezahlt werden.
Auch hier werden lediglich die Teilnahme- und Prüfungsentgelte gefördert. Die Fahrtkosten und Unterkunft sowie Verpflegung sind von der Förderung ausgeschlossen.

Wer?

Eine Förderung mithilfe des Qualifizierungsschecks ist für fast alle sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer mit Hauptwohnsitz in Hessen möglich. Es werden Beschäftigte gefördert, die keinen anerkannten beruflichen Abschluss in der derzeitigen Tätigkeit haben und älter als 27 Jahre sind.
Im öffentlichem Dienst Beschäftigte sind von der Förderung ausgeschlossen. Ebenso Beschäftigte in einem Unternehmen, welches zu mindestens 50% von öffentlichen Mitteln finanziert wird, können keine Förderung des Qualifizierungsschecks erhalten.

Wie?

Um einen Qualifizierungsscheck zu erhalten, ist eine persönliche und kostenlose Beratung vorausgesetzt. Eine Liste an Beratungsstellen in ganz Hessen findest du hier. Anschließend muss das Beratungsprotokoll an Weiterbildung Hessen e.V. geschickt werden, wo dann dein Qualifizierungsscheck ausgestellt wird.

Qualifizierungsschek Rheinland-Pfalz

Was?

Das Land Rheinland-Pfalz fördert die Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen mit bis zu 60% der Kosten für Ihren Sprachkurs. Die Förderungshöchstgrenze liegt für den Zuschuss jedoch bei 600€. Wichtig zu wissen: Lediglich die Teilnahme- und Prüfungsgelder werden bezuschusst. Fahrtkosten und Kosten für Unterkunft und Verpflegung sind nicht beinhaltet.
Zunächst muss die Sprachreise komplett aus eigener Tasche gezahlt werden. Im Anschluss, sprich nach Beendigung der Reise, werden die anteiligen Kosten dann zurückerstattet.

Wer?

Alle Arbeitnehmer, die einen Qualifizierungsscheck für Rheinland-Pfalz erhalten möchten, müssen auch dort ihren eingetragenden Erstwohnsitz haben. Zu beachten ist, dass das zu versteuernde Jahreseinkommen  mehr als 20.000€ (brutto) beträgt. Arbeitnehmer mit einem geringeren Jahreseinkommen werden auch gefördert, sofern die Weiterbildungskosten höher als 1.000€ sind.
Ausgeschlossen sind Personen, die selbständig oder freiberuflich tätig sind, sowie Auszubildende und im Erststudium immatrikulierte Personen.

Wie?

Das Antragsformular findet ihr online hier. Dieses muss mit den nachfolgend aufgeführten Unterlagen beim Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung eingereicht werden.

  • Kopie des Personalausweises oder der Meldebescheinigung
  • Beschäftigungsnachweis (Arbeitsbescheinigung oder aktuelle Gehaltsabrechnung)
  • Einkommensteuerbescheid für das letzte oder vorletzte Jahr (nur für Weiterbildung < 1.000€)
  • Angebot unsererseits für deine Sprachreise

Weiterbildungsscheck Sachsen

Was?

Mithilfe des Weiterbildungsschecks für Sachsen kriegen Arbeitnehmer bis zu 80% der Kosten ihres Sprachkurses erstattet.
Darunter fallen Kosten für die Teilnahme und für Prüfungen. Fahrtkosten, Kosten für Unterkunft und Verpflegung und ggf. Kosten für Lehrmaterial sind von der Förderung ausgeschlossen. Auch bei dem Weiterbildungsscheck wird zunächst die komplette Reise aus eigenen Mitteln finanziert. Nach Abschluss der Reise werden die anteiligen Kosten dann erstattet.

Wer?

Beschäftigte im Freistaat Sachsen mit einem Einkommen zwischen 2.500€ und 4.000€ erhalten 50% der Kurskosten erstattet, sofern der Sprachkurs mind. 1.000€ kostet.
Arbeitslose Nichtleistungsempfänger und Auszubildende erhalten sogar 80% der Kurskosten erstattet. Dabei muss der Kurs Gesamtkosten von mind. 300€ aufweisen.
Auch hier sind Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst, Selbständige und Wiedereinsteiger bzw. Berufsrückkehrende von der Förderung ausgeschlossen.

Wie?

Das Antragsformular muss schriftlich bei der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank (SAB) eingehen. Das Formular findet ihr online hier. Dieses muss zusammen mit einer Kopie des Personalausweises, drei Vergleichsangeboten für die Sprachreisen und einer Kopie des Einkommensnachweises eingereicht werden.

 

Für weitere Förderungsmöglichkeiten kannst du dir unsere vorherigen Blogeinträge durchlesen oder dich auf unserer Webseite für Förderungen schlaumachen.

 

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