Der 11. November als Gedenktag

Die Mohnblume
Eine Poppy zum anstecken

Der 11. November ist im Rheinland besonders bekannt, denn an ihm beginnt die Kanervalszeit. Anderswo nennt man ihn den Martinstag, in Gedenken an St. Martin und es finden allerorts Martinszüge statt. Jeder der jedoch in den Wochen von Ende Oktober, bis zum 11 November eine Sprachschule in England besucht, weiß dass dort an diesem Tag nicht buntes Treiben sondern eine nüchternere Stimmung herrscht.

Am 11. November ist Remembrance Day, oder auch Armistice Day. An diesem Tag wird den vielen Gefallenen der beiden Weltkriege gedacht. Dabei ist der Remembrance Day kein rein britisches Phänomen, sondern ein Gedenktag der in allen Länden des Commonwealth of Nations zu finden ist. So findet er auch in Australien, Neuseeland, Kanada und Südafrika statt. In Amerika ist am 11. November der Veterans Day, an dem an die Überlebenden der beiden Weltkriege erinnert wird. Durch Zeremonien werden noch lebende Veteranen öffentlich gewürdigt. In Großbritannien ist der Remembrance Day nicht zu verpassen, denn bereits Wochen vorher findet man an allen Ecken kleine Bauchläden der Royal British Legion in denen die so genannten Remembrance Poppies verkauft werden. Es handelt sich dabei um künstliche Mohnblumen, gebastelt von Kriegsveteranen, die angesteckt werden können. Sie werden ab Ende Oktober bis zum Remembrance Day getragen. Diese Kunstblumen stellen Mohnblumen dar und werden als Kränze oder einzelnd an ein Holzkreuz geklebt auf Soldatengräber gelegt. Die Frage nach der Symbolik des Mohns geht auf das Gedicht In Flanders Fields von John McCrae zurück, der dieses 1915 über den ersten Weltkrieg verfasste.

Wenn hier von einem nüchternen Treiben geredet wird, muss aber auch an die vielen Veranstaltungen um den Remembrance Day erinnert werden, mit denen Spenden gesammelt werden und die alles andere als trüb sind. So finden unter anderem Konzerte oder Marathons statt. Es ist ein Volkstrauertag dass den nationalen Zusammenhalt fördert und ein interessanter Einblick in die britische Kultur gibt, den man auch während einer nur kurzen England Sprachreise  bereits gewinnen kann.

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